Anbietervergleich SWK Bank

Anbieter im aktuellen Preisvergleich

So schneidet die SWK Bank im Test ab

Bei der Kautionsbürgschaft der SWK Bank handelt es sich um eine Bankbürgschaft. Die Sicherheit für den Vermieter wird also nicht durch eine Versicherung gestellt, sondern durch eine Bank. Welche Merkmale das Produkt ausmachen und wie sich die SWK Bank im Anbietervergleich positioniert, zeigt dieser Testbericht.

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:

• Leistung auf erstes Anfordern
• Mindestkaution 750 Euro
• Maximale Kaution 10.000 Euro
• 3,5 Prozent Kosten auf Basis der Kautionssumme
• Mindestbeitrag 50 Euro pro Jahr
• vom TÜV Saarland ausgezeichnet

So funktioniert die SWK Bankbürgschaft

Die Bankbürgschaft funktioniert im Grundsatz genauso wie eine Kautionsversicherung: Das bedeutet, dass der Mieter keine Barkaution zahlt, sondern seinem Vermieter lediglich die Bürgschaftsurkunde seiner Bank überreicht. Damit entfällt die Bereitstellung des Bargelds für den Mieter, der Vermieter muss das Geld wiederum nicht verzinslich anlegen und spart sich die jährlichen Abrechnungen. Die Bürgschaft einer Bank für eine Mietkaution funktioniert also bargeldlos und ist damit für beide Vertragspartner recht bequem.

Im Schadensfall macht der Vermieter seinen Anspruch der Süd-West-Kreditbank gegenüber geltend. Die Auszahlung wird bis zur Höhe der vereinbarten Kautionssumme geleistet.

Diese Konditionen sollten Mieter kennen

Die Bürgschaft der SWK – auch als Mietaval bezeichnet – greift für Kautionssummen von mindestens 750 Euro bis maximal 10.000 Euro. Die Kosten belaufen sich pro Jahr auf 3,5 Prozent der Mietkaution. Der Mindestbeitrag beträgt 50 Euro. Zu den jährlichen Beiträgen kommt die Bearbeitungsgebühr hinzu, sie beträgt einmalig 50 Euro.

Eine Kündigung durch den Mieter ist jederzeit möglich. Damit behauptet sich die SWK Bankbürgschaft im Mietkautionsbürgschafts-Anbietervergleich auch gegenüber den Versicherungsprodukten recht gut, deren Kündigungsfristen in der Regel ähnlich attraktiv sind. Wenn also das Mietverhältnis kurzfristig beendet wird, muss auch der Vertrag bei der SWK nicht weiter fortgeführt werden. Entscheidet sich der Mieter für eine Kündigung, obwohl das Vertragsverhältnis mit seinem Vermieter noch läuft, ist eine Ersatzsicherheit zu stellen. Das kann zum Beispiel eine Barkaution sein, durch die die Ansprüche des Vermieters geschützt werden. Sofern der Mieter durch die Beendigung des Vertrags ein Recht auf eine anteilige Erstattung von überzahlten Beträgen hat, erstattet die SWK Bank diese nach Beendigung des Vertrags.

Rechenbeispiel: Das kostet die Bürgschaft der SWK Bank

Im vorliegenden Beispiel verlangt der Vermieter eine Mietkaution von 1.000 Euro. Der Mieter will dafür eine Kautionsbürgschaft bei der SWK Bank abschließen. Die Kosten pro Jahr betragen 3,5 Prozent, hinzu kommt die Bearbeitungspauschale über 50 Euro. In dieser Beispielrechnung müsste der Mieter 100 Euro im ersten Jahr bezahlen. Ab dem zweiten Jahr der Bürgschaft zahlt der Mieter dann nur noch den Bürgschaftsbeitrag von 50 Euro pro Jahr.

Bei einer Kautionssumme von 1.500 Euro beträgt der Beitrag 52,50 Euro, hinzu kommt wieder die Bearbeitungsgebühr von 50 Euro im ersten Jahr. Der Mieter zahlt dann 102,50 Euro für die ersten 12 Monate. Ab dem zweiten Jahr machen die Kosten noch 52,50 Euro aus.

Im Preisvergleich für Kautionsbürgschaften schneidet das Produkt der SWK somit mittelmäßig ab. Der Bürgschaftsbeitrag ist zwar sehr niedrig, aber die Bearbeitungspauschale treibt die durchschnittlichen Kosten in die Höhe und damit liegt die Bankbürgschaft im mittleren Bereich.

So wird die SWK Bürgschaft abgeschlossen

Ein Testbericht Mietkautionsbürgschaften wäre nicht vollständig ohne die Nachteile eines Produkts. Der Prozess der Beantragung ist komplizierter und aufwendiger als bei den gängigen Mietkautionsversicherungen und die Hürde der Voraussetzungen ist höher. Es müssen zahlreiche Unterlagen ausgedruckt und per Post an die SWK gesendet werden. Von modernem Online-Antrag keine Spur. Danach hat der Mieter sich außerdem noch über das PostIdent-Verfahren bei einer Postfiliale zu identifizieren.

Es gibt keine Reservierungsfunktion; die Bürgschaft kann erst abgeschlossen werden, wenn der Mietvertrag bereits unterschrieben ist. Es gibt zudem keine Bürgschaft für gewerbliche Mietverhältnisse.

Diese Unterlagen sind vom Mieter vorzulegen

Bei der SWK fällt die Fülle der zusätzlichen Dokumente auf, die bei Beantragung des Vertrags einzureichen sind. Die Unterlagen sind einzureichen bzw. die Voraussetzungen sind zu erfüllen:

• Antrag mit Unterschrift
• Mietvertragskopie
• Kopie des letzten Einkommensnachweises
• Bestätigung des Vermieters, dass keine Mietschulden bestehen
• Positive Bonitätsprüfung bei Schufa, Informa oder Infoscore

Erst nach der Prüfung dieser Unterlagen wird die Bürgschaft ausgestellt, oder eben auch nicht. Die Prüfung verlangsamt also noch zusätzlich den Prozess – ein klarer Nachteil gegenüber den Bürgschaftsanbietern mit Online-Antrag.

Diese Voraussetzungen muss der Mieter erfüllen

Im Mietkautionsbürgschafts-Anbietervergleich fallen auch die Voraussetzungen auf, die der Mieter für einen positiven Bescheid der Bank erfüllen muss:

• Der Hauptwohnsitz muss in Deutschland sein.
• Der Mieter muss ein Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben.
• Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einem Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland ist ebenfalls erforderlich.
• Eine Mietbürgschaft für freiberuflich oder selbstständig tätige Personen ist gar nicht möglich.
• Ein negativer Eintrag bei der Schufa, bei Infoscore oder bei Informa darf nicht bestehen.
• Das geforderte Mindesteinkommen beträgt 850 Euro netto pro Monat.

Stärken und Schwächen im Überblick

Vorteile:

• Günstiger Preis: 3,5 % der Kautionssumme
• Als Bankbürgschaft gute Akzeptanz bei Vermietern
• TÜV-Siegel als Zertifizierung vorhanden

Nachteile:

• Kein Produkt für Freiberufler und Gewerbetreibende
• Umständliche Beantragung durch Vorlage von Zusatzunterlagen
• Abschlussgebühr von 50 Euro
• Langer Antragsprozess
• Sehr viele Voraussetzungen

So läuft die Schadensregulierung ab

Im Schadensfall verlangt die SWK vom Vermieter eine schriftliche Erklärung mit Angaben zur Höhe der Forderung. Außerdem fordert sie die Bürgschaftsurkunde bei dem Vermieter an. Sofern beide Unterlagen vorliegen, reguliert sie den Schaden auf erstes Anfordern. Das bedeutet, die Forderungen des Vermieters werden von der Bank nicht auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft. Wird eine Teilzahlung verlangt, verringert sich die restliche Bürgschaftssumme um den bereits gezahlten Betrag. Spätestens ein halbes Jahr nach dem Auszug oder nach Mietvertragsende kann der Vermieter noch Forderungen aus der Bürgschaft geltend machen. Nach Ablauf dieses Zeitraums ist das nicht mehr möglich.

Für den Vermieter ist das wichtig zu wissen, denn Nebenkostenabrechnungen werden häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt erstellt.

Fazit: Eine hochwertige Bürgschaft zu attraktiven Konditionen

Insgesamt ist die SWK Kautionsbürgschaft für private Mieter zu empfehlen, die ein Produkt mit hoher Akzeptanz zu überschaubaren Kosten suchen. Lediglich bei einem Mietverhältnis von sehr kurzer Dauer sind die Kosten im ersten Jahr im Vergleich recht hoch. Ein weiteres Argument für das Produkt der SWK ist das TÜV-Zertifikat, das als Qualitätsmerkmal im Anbietervergleich herangezogen werden kann. Abstriche gibt es für das aufwendige Antragsverfahren und die vielen Voraussetzungen, die erfüllt und deren Erfüllung nachgewiesen werden muss.


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